22
Apr 12
komme von einem erlebnisreichen wochenende mit der micha-initiative, zu dem wir ein wenig musik beigetragen haben. viele nette leute kennen gelernt. ein bewegend authentischer lebensbericht von elisa padillo, zwei stunden intensiv facts von markus meinzer von tax justice zum thema steueroasen und die relaxte und dabei fundierte art von micah international director joel edwards, der komplexe zusammenhänge zwischen gerechtigkeit und persönlichem glauben voll auf den punkt brachte. ok, der mann kann nur jamikaner sein. alex und katja haben ein super wochenende auf die beine gestellt. alle helfer waren echt mit hingabe bei der sache. und dazu ein perfekter rahmen. auf die OJC im odenwald war ich schonmal im internet gestossen und das hatte sich alles total spannend angehört. jetzt kann ich es bestätigen: freundliche gastgeber, alles liebevoll gestaltet, eine echt einzigartige atmo dort. als “special” gab es sogar ein liturgisches abendessen…auf dem nachhause weg -müde aber voller vorfreude auf meine mädels- nochmal ein adäquates schauspiel aus sonne und wolken. alpenfeeling im odenwald: der himmel dunkelgrau, dabei alles von der sonne strahlend hell beleuchtet. als ich bei heppenheim zur rheinebene runter komme, der ganze horizont von links bis rechts voller weisser puschelwolken die von unten den kompletten horizont dekorieren…mal sehn, was wir bis zur micha-woche vom 7.-14.oktober in unserer region auf die beine gestellt kriegen…..
01
Apr 12
ich danke allen, die gestern zu einem gelungenen live auftakt beigetragen haben! war ein toller abend mit euch. absoluter spitzenreiter in sachen entfernung war peter, der mitsamt begleitung aus erfurt angereist ist. da werden wir uns gerne im juni mit einem musikalischen gegenbesuch revanchieren. beonders gefreut hat mich auch, dass ziggy mit andrea da war- schliesslich haben wir viele viele jahre auf allen möglichen bühnen und in allen möglichen studios miteinander musik gemacht. die location tat ein übriges dazu, dass manche texte auf eine besondere art lebendig wurden. schliesslich hat das, wovon ich darin singe, auch teilweise dort im “kino” statt gefunden. das musizieren mit benny, manu, kerstin und heiko hat großen spass gemacht. heiko war ganz kurzfristig für dee eingesprungen, den just diese woche ein fieser virus dahin streckte. und hatte die songs innerhalb von einem tag so parat, als wenn er noch nie was anderes gespielt hätte. nach dem konzert heisst es erst mal kurz durchatmen und die frühlingssonne geniessen, bevor wir daran gehen, die vielen pläne und ideen zu weiteren live”specials” und einer kleinen tour in die tat umzusetzen.
14
Mrz 12
gestern schöne -und lange- bandprobe mit manu, dee, kerstin und benny absolviert. alles schön relaxed dank friedemann, der uns die ganze technikgeschichte abnahm und anettes catering. um ein uhr nachts kam ich dann fertig aber zufrieden aus dem proberaum. hoffe manu und kerstin konnten auf der autobahn noch die augen aufhalten. ich wollte eigentlich zwei drei fotos schiessen, aber habs vor lauter musizieren vergessen…macht viel spass mit den jungs (und mädel). und sehr schöne versionen von paar “alten” songs, inclusive zwei stadtklangfluss nummern in akkustischem gewand. mensch, ich freu mich drauf, wieder auf die bühne zu gehen…
24
Feb 12
jetzt steht es fest: das “mehrzahl von glück” releasekonzert findet am 31. märz im “kino” der feg worms statt. stilecht: wo sonst kann man auf kinosesseln im orangeton des covers chillen und mitwippen? mit dabei sind: benjamin scheufler (drums, pecussions), manuel steinhoff (bass), dee rosario (gitarren, oud) und kerstin haag (cello). neben den songs vom neuen album gibt es natürlich auch ein paar “klassiker” in neuem gewand zu hören. wird bestimmt ein großer spass…ich freu mich schon drauf- und auch darauf, den einen oder anderen mal wieder zu sehen.
22
Feb 12
die tage traf ich zufällig eine alte freundin nach sehr langer zeit im terrarium des wormser zoos. ich hatte damals mit ihrer großen schwester die schulbank gedrückt, dort im elterlichen weingut als dreikäsehoch meine erste schultheater aufführung gehabt, jahre danach im weinkeller mit einer meiner ersten bands, den “tedious jordans”, geprobt und nochmal jahre danach mit ihr in der musical factory mainz auf der bühne gestanden. nachdem wir uns in dicken jacken bei ca. 40 grad hitze über alter und namen unserer kleinen ausgetauscht hatten, die gerade die schildkröten bewunderten, fragte sie: “was machst du jetzt so, immer noch musik?” als ich bejahte, schalteten sich auch die großeltern ein: “kann man davon leben?” die frage ist nicht neu, ich habe sie schon sehr, sehr oft gestellt bekommen, gerade bei “realistischen” menschen gerne gepaart mit diesem besorgten bis misstrauischen blick. und ich antwortete: “ja”. aber das war selbstverständlich gelogen. nein, man kann nicht davon leben. nicht im geringsten. vielleicht kann man damit genug geld verdienen. aber leben, das kann ich nur von gottes großer gnade, der mir gesundheit schenkt. der mir eine familie schenkt. der mir freunde schenkt. der mir die möglichkeit schenkt, in einem land zu leben, wo ich mehr als gut versorgt bin. der mir ein herz schenkt, das dankbarkeit und freude empfinden kann, das mitlachen, mitfühlen, mitweinen kann. davon kann ich leben. wie ich materiell rumkomme, das hängt nicht zuletzt von meinen prioritäten ab. wollte ich im materiellen saus und braus leben und käme es mir darauf an, dass unsere kleine auch rechtzeitig durch die richtigen marken ihre kastenzugehörigkeit zu unterstreichen lernt, dann wäre das wohl anders. aber das alles, das ist das eine. leben, das ist für mich was anderes.