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10
Dez 12

Musikalische Schlittenfahrt in Bürstadt- Weihnachtsspecial im alten Rathaus

es ist so eine art hobby von mir, den einen oder anderen titel ins deutsche zu übersetzen. so ist auch die idee geboren, zu weihnachten dieses jahr ein kleines aber feines special zu machen, mit einer auswahl von „weihnachtshits“ der letzten jahrzehnte mit deutschem text (ich glaube der älteste -ausgenommen natürlich die mitsing-klassiker- war mit „have yourself a merry little christmas“ von 1944). der stuckverzierte saal des alten rathauses in bürstadt bot das passende ambiente für „ich fahr an weihnachten nach hause“ (driving home for christmas) oder „the christmas song“ in einer sehr freien übersetzung („würstchen brutzeln noch in altem fett, draussen wind und sechzehn grad. indianer flöten ihre playback melodien und die letzten hetzen durch die innenstadt…“) sehr spassig war das duett mit claudia wittner zu „baby it’s cold outside“, in unserer übersetzung „baby, es stürmt und schneit“. natürlich durfte auch „last christmas“ als „letzte weihnacht“ nicht fehlen, allerdings haben wir uns da die bossa version als vorlage genommen. eine freude überhaupt war das musizieren mit michael frassine an den drums, christian hamm an saxofon und klarinette und meinem treuen mitstreiter michael heise, der zu dem anlass endlich mal seinen kontrabass mitbringen durfte. war ein stimmungsvoller abend. schade eigentlich, dass man weihnachtslieder immer nur so kurz spielen kann…

19
Nov 12

gottesdienst spezial in trier

bisher hatte ich zwei erlebnisse mit trier: einmal haben wir während meiner zivizeit bei einem ausflug hierher ilse im rollstuhl auf die porta nigra getragen, und dabei fest gestellt, dass dieses bauwerk gefühlt sehr sehr hoch ist. erlebnis zwei: als kleiner junge durfte ich als sozius auf dem motorrad meines onkels einen ausflug hierher machen, der sich mir auch in meine erinnerung „eingebrannt“ hat. als wir wieder zu hause waren, wollte ich vom motorrad absteigen, aber meine turnschuhe blieben zurück. sie waren nämlich am auspuff fest geschmolzen. nun also endlich mein trierer erlebnis nummer drei: ok, ich hatte nicht gedacht, dass es zwei stunden nach hierher sind, so brach ich also quasi mitten in der nacht auf mit schönen ausblicken auf die winterliche landschaft des pfälzer walds. hat sich gelohnt. der auftakt zu einer reihe von „gottesdienst spezial“ veranstaltungen hat echt lust auf mehr gemacht. 90 minuten mit musik und talk, jean-michel telle war ein super relaxter „moderator“, stefan klein begleitete mich bei ein paar stücken bravourös an der akkustikgitarre. klasse auch, dass zu so früher stunde volles haus geboten war. ich finde es immer wieder angenehm, ein wenig (oder mehr) zu den songs und darüber hinaus zu plaudern. da auch einiges studierendes volk anwesend war, konnte ich auch mal wieder mit „vielleicht regen“ eine schöne alte nummer zum besten geben-schliesslich geht es da um meine eigene studienzeit. und da ich mal nicht direkt weiter musste, gab es noch einige super nette und interessante gespräche danach, so dass ich quasi raus gekehrt werden musste. danke auch an dietmar, der -nun schon seit zwei wochen ohne stimme- alles super organisiert hat. jetzt, wo ich weiss, wie viele gute musiker in eurer gemeinde sind, kommen wir um eine session beim nächsten mal nicht drumherum.

04
Sep 12

face to face im k2acht in heilbronn

2007 durften wir mit den kosmonauten das auftaktkonzert bei „face to face“ im k2acht in heilbronn geben. umso mehr habe ich mich natürlich gefreut, mal wieder dort zu sein. und viele bekannte und auch neue gesichter zu sehen. wie am samstag unterstützten mich pete, manuel und david von ps 33,3 an percussions, bass, akkustikgitarre und saxofon. auf der hinfahrt staunten wir nicht schlecht über die nicht endende vollsperrung auf der gegenfahrbahn. glück gehabt, in meinem voll gepackten ingomobil wäre das mit vier mann und equipment kein spaß gewesen. zumal manuel nicht davon abzubringen war, sein basstopteil auf hin-wie rückfahrt auf dem schoss zu tragen. wie weit die liebe doch reichen kann: es hat ihm mit einem schönen klang gedankt… die entspannte und nette atmo im k2acht hat uns beflügelt, einige improvisatorische ausflüge zu wagen. und in wohnzimmerlaune liess sich das eine oder andere zu den songs erzählen. ich hoffe david hat es nachts noch gut nach koblenz geschafft, um sich nach drei stunden schlaf wieder auf den weg zur vorlesung zu machen. auf jeden fall machen jens, matthias und alle vom „face to face“ team eine super arbeit. eigentlich ein cooles konzept: die leute von face to face kümmern sich um das programm und die technik, die leute vom k2acht um die bewirtung. und ein so nettes und offenes publikum sieht man gerne wieder… vielleicht diesmal auch früher als in fünf jahren.

02
Sep 12

allianztag auf dem obermarkt in worms

als wir um zehn uhr früh zum aufbau am wormser obermarkt eintrafen, staunten wir erstmal nicht schlecht: da, wo die bühne stehen sollte, waren lediglich zwei mann in blaumännern damit beschäftigt, ein paar latten zusammenzuschrauben. „das wird der bühnenhintergrund.“ in den kommenden 3600 sekunden trafen die technik, die bühnenelemente und ein halber backdrop ein (die andere hälfte kam erst als wir fertig waren). wir verzichteten kurzerhand auf das, was man so als soundcheck kennt. und während die kinder türme aus holzklötzen bauten, kuchen und erfrischungsgetränke gereicht wurden, blies uns eine kühle brise unsere sheets vom notenständer. wie, hier eine nebelmaschine? ah nein, das war der würstchengrill links hinter uns. so muss joe cocker zu seiner stimme gekommen sein. das wochenende stand ja in worms unter dem motto „luther in brass“, und so hatte pete auch mal sein saxofon mitgebracht. auch manuel und dave von ps 33,3 hatten kuzerhand ihre musikalische unterstützung zugesagt. was mich zudem besonders freute: der stadtklangfluss song schmetterling hatte endlich seine livepremiere in akkustischem gewand, und keine location hätte dazu besser gepasst als das wochenendliche worms in ungezwungener feststimmmung. als wir fertig waren, baute die blaskapelle der stadtmission sich auf. kleiner schmetterling, flieg über diese stadt / an diesem einen tag kannst du die welt verändern…

23
Aug 12

missio camp

zum missio camp in der hohen rhön reisten manuel, beni, heiko und ich aus allen möglichen himmelsrichtungen an. d.h manu war schon vor ort, da er dort workshops leitete. heiko und ich kamen von süden und beni von dresden, wo er auf den letzten drücker noch mal seine auf hochtouren laufenden hochzeitsvorbereitungen unterbrach, um uns an den drums zu komplettieren. eine schöne ecke dort. während wir aber zu hause bei knallesonne in unseren kurzen sachen schwitzend die instrumente verladen hatten, merkte ich hier beim aussteigen, dass ich definitiv die falsche klamotte dabei hatte. locker zehn grad weniger und ein frisches windchen waren auch der grund dafür, dass uns die einheimischen im herbstlichen outfit entgegen traten. glücklicher weise hatte heiko eine alte stinkende hundedecke im auto (nein, stimmt nicht, das ding war tiptop), die er mir auslieh. der zeitplan hätte dafür gesprochen, noch in der nacht nach dem konzert die heimreise anzutreten, aber bei der gastlichkeit der schroths und dem spürbar guten geist, der über dem camp weht, liessen wir es uns nicht nehmen, noch eine nacht zu bleiben. ich freute mich noch über das eine oder andere nette gespräch nach dem auftritt. die leute vom mission camp haben sich unter anderem der imkerei verschrieben, und so erfuhr ich bei einem absacker getränk noch so einiges über das bienenwesen. ich würde sagen, man kann mich jetzt mit fug und recht als experten bezeichnen. nach einem leckeren frühstück mit den campteilnehmern (und klar, mit selbstgmachtem honig…), traten wir die heimreise an und bestaunten wie schon auf der hinfahrt von weitem die markante erhebung des phillipstaler monte kali. leider liess die zeit es nicht zu, aber eine besteigung ist unbedingt vorgesehen…

19
Jun 12

und wie: das weinhaus rockt.

danke an alle, die sich am samstag nach bechtheim aufgemacht haben und zu einem abend mit toller atmosphäre beigetragen haben! und einen besonderen dank an herrn lohmann für die führung durch einige jahrzehnte lebendige musikgeschichte. das weinhaus lohmann hat ja mit seinen tanzveranstaltungen einen riesen einzugskreis, rüstige damen und herren reisen in bussen an und schwingen bei geselligem miteinander das tanzbein. und herr lohmann als gastgeber musiziert dazu wie eh und je mit flinken fingern an der wersiorgel -modell franz lambert. kaum zu glauben, dass der mann, wie er mir gestand, fast nichts mehr hört. wie haben uns mittlerweile bei einem familienausflug selbst davon überzeugt und unsere kleine hüpfte fröhlich zu den schlagern aus alter zeit. wer meint, das belächeln zu wollen, weil es nicht „modern“ genug ist, den will ich mal in fünfzig jahren sehen. wer dann noch der musik so treu geblieben ist wie herr lohmann, bitteschön -der rockt!

14
Jun 12

get connected vertikal: rockt das weinhaus!

vor ein paar wochen meldete sich eine junge band bei mir und unterbreitete mir den vorschlag, zusammen ein konzert zu spielen. dabei haben sie ein ganz spannendes konzept: sie spielen ein paar eigene songs und begleiten mich bei einer reihe von meinen songs. das klang ungewöhnlich, aber auch spannend. und da es gleich bei mir um die ecke ist, hab ich mich mal drauf eingelassen. wir haben zusammen geprobt und wenn wir am samstag genau so viel spass auf der bühne haben, dann wirds bestimmt ein abwechslungsreicher und rockiger abend! ich freu mich drauf. und achtung: nicht, wie hier bei den liveterminen zu lesen war, in der burgruine, sondern im weinhaus lohmann. ps 33,3 und mischa marin: get connected vertikal.

07
Jun 12

it never rains in wetzlar

…it pours. um mal einen klassiker ein wenig abzuwandeln. wir kamen bei schüttendem regen auf dem hessentag in wetzlar an. passend zu den turbulenten tagen davor. dee, der eigentlich als gitarrist hätte am start sein sollen, war unverhofft früh papa geworden und hatte weißgott andere dinge im kopf, als ein konzert zu spielen. da dee aber immer will und kann, koste es was es wolle, wurde er kurzerhand zwangsbeurlaubt. heiko kam auch nicht in frage, der weilte in australien. pete von ps33,3 sagte dann trotz seiner bevorstehenden abschlussprüfungen in physik an der uni zu. einen tag vor dem gig kloppten wir zwei im proberaum alle songs durch, bis uns die köpfe und finger rauchten. bis in den frühen morgen brachte ich dann eine weitere nacht damit zu, mein verändertes live equipment an den start zu bringen. und das ist nun wirklich nicht meine lieblingsbeschäftigung. als wir zu spielen begannen klarte es aber wundersamer weise auf und wir starteten bei strahlendem sonnenschein. ich kämpfte noch ein wenig mit meinen knöpfen, dem notorischen schlafmangel im vorfeld zollte ich tribut im form diverser texthänger, die es elegant zu überspielen galt durch heys und yeahs. dazu gesellte sich ein fieser latenter wadenkrampf, der mich dazu zwang, das sustainpedal etwas grobschlächtig mit der hacke zu betätigen. naja, i never promised you a rose garden oder so, ein anderer alter schinken. was man sagen muss, pete machte seinen job grandios. das wetzlarer publikum war supernett und hat mit uns gemeinsam bei „nichts ist stärker“ den regen wieder in voller kraft herbei gesungen und geklatscht. und ich grüße die kleine anna, die auf dem erf livemitschnitt von ihrer mama gerufen wird. und ich werde erstmal schlafen, schlafen, schlafen….

22
Apr 12

glauben und die welt verändern praktisch

komme von einem erlebnisreichen wochenende mit der micha-initiative, zu dem wir ein wenig musik beigetragen haben. viele nette leute kennen gelernt. ein bewegend authentischer lebensbericht von elisa padillo, zwei stunden intensiv facts von markus meinzer von tax justice zum thema steueroasen und die relaxte und dabei fundierte art von micah international director joel edwards, der komplexe zusammenhänge zwischen gerechtigkeit und persönlichem glauben voll auf den punkt brachte. ok, der mann kann nur jamikaner sein. alex und katja haben ein super wochenende auf die beine gestellt. alle helfer waren echt mit hingabe bei der sache. und dazu ein perfekter rahmen. auf die OJC im odenwald war ich schonmal im internet gestossen und das hatte sich alles total spannend angehört. jetzt kann ich es bestätigen: freundliche gastgeber, alles liebevoll gestaltet, eine echt einzigartige atmo dort. als „special“ gab es sogar ein liturgisches abendessen…auf dem nachhause weg -müde aber voller vorfreude auf meine mädels- nochmal ein adäquates schauspiel aus sonne und wolken. alpenfeeling im odenwald: der himmel dunkelgrau, dabei alles von der sonne strahlend hell beleuchtet. als ich bei heppenheim zur rheinebene runter komme, der ganze horizont von links bis rechts voller weisser puschelwolken die von unten den kompletten horizont dekorieren…mal sehn, was wir bis zur micha-woche vom 7.-14.oktober in unserer region auf die beine gestellt kriegen…..

18
Apr 12

„ich mag uncoole leute“: das interview im dran magazin jetzt online

dennis lieske hat mich zu glück und gerechtigkeit befragt. über diktiergerät-songwriting, kratzende mode, abgehobene worshipmusik und besseres einkaufen. http://www.dran.de/dranthema/artikel/ansicht/183641ich-mag-uncoole-leute.html

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